Elektrisch in 2 Sekunden auf 100!

Am 17. September war ich endlich erstmals persönlich auf der IAA in Frankfurt unterwegs. An den Pressetagen hatte ich leider keine Zeit und so musste ich mir meinen Weg durch das Gedränge des zweiten Publikumstages bahnen. Samstag morgen, sonnig bis leicht bewölkt und angenehme 15 bis 18 Grad. Optimale Voraussetzungen, auch den großen Außenbereich der größten Automesse entspannt zu genießen. Es gab wahnsinnig viel zu sehen und zu erleben.

Ich möchte mich in diesem Artikel aber auf den Aspark Owl (zu deutsch Eule) konzentrieren. Dieser japanische Elektro-Supersportwagen soll in nur zwei Sekunden auf 100 km/h sprinten können. Ein Bugatti Chiron (1500 PS und 420 km/h Spitze) benötigt dafür 0,4 Sekunden länger… letzterer ist allerdings im Gegensatz zum Aspark Owl bereits auf dem Markt. Und wenn man gerade mal 2,86 Millionen Euro übrig hat, kann man ihn schon kaufen. Der Owl kommt voraussichtlich erst im Herbst 2019 für schlappe 3,5 Millionen Euro pro Stück auf den Markt.

Aspark Owl Elektro-SportwagenAber woher kommt die gewaltige Beschleunigung? Die beiden verbauten 40 kW E-Motoren allein können das wohl kaum schaffen. Aspark lüftete das Geheimnis gegenüber der Nachrichten-Agentur Global Press so: „Kurzfristig können wir aus den beiden Motoren jeweils 160 kW (ca. 220 PS) rausholen. Wir nutzen zudem Kondensatoren, mit denen wir die beim Bremsen gewonnene Kraft speichern und sofort abrufen können – viel schneller als aus einer herkömmlichen Batterie.“ So kommt dann eine Systemleistung von 436 PS und knapp 760 Newtonmeter zustande, die das nur 900 kg leichte Geschoss auf bis zu 280 km/h katapultieren.

Wer allerdings zu oft aufs Gas tritt, wird die eh sehr geringe Durchschnittsreichweite von 150 km wohl kaum erreichen. Wer gern auch mal weitere Strecken elektrisch zurücklegt und dabei auf Geschwindigkeiten um die 250 km/h nicht verzichten möchte, sollte sich weiterhin lieber einen Tesla Model S P100D zulegen. Der hat eine starke 100 kWh Batterie, Allrad und schießt immerhin Bugatti-mäßig in 2,4 Sekunden auf 100 km/h. Bei durchschnittlicher Fahrweise kommt man mit ihm bis zu 613 km weit. Und der Preis ist mit 144.670 Euro vergleichsweise erschwinglich 😉

Fotos: © Matthias Koch

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