Elektro, Hybrid, Benzin: Welche Autos fahren Immobilienmakler?

Elektro, Hybrid, Benzin: Welche Autos fahren Immobilienmakler?

Während der Preis für Öl seit Jahren unaufhörlich steigt (derzeit liegt ein Barrel = 159 Liter bei rund 65 €), scheinen sich alle Augen auf Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektromotor zu richten. Auch wenn diese Fahrzeuge nicht zu unterschätzende Vorteile zu bieten scheinen, ist es für einen Immobilienmakler dennoch ratsam, sich vor dem Kauf seines Geschäftsfahrzeugs die richtigen Fragen zu stellen.

Fahrzeuge mit Benzin-/Dieselmotor

Benzin- und Dieselmotoren werden allgemein als Verbrennungsmotoren bezeichnet, da sie durch das Prinzip der internen Verbrennung funktionieren. Diese Fahrzeuge werden in Deutschland noch immer bevorzugt und ihre Verkaufszahlen steigen stetig.

Der Grund dafür ist, dass diese Autos viele Vorteile haben, die man nicht außer Acht lassen sollte.

Zunächst einmal ist der Anschaffungspreis für diese Fahrzeuge wesentlich niedriger als für ein Hybrid- oder Elektroauto. Auch wenn der Anschaffungspreis für einen Diesel etwa 10 % höher ist, bleibt dieser Preis für Immobilienmakler und Privatpersonen erschwinglich, zumal Dieselfahrzeuge derzeit die meistverkauften Gebrauchtwagen sind. Außerdem verbraucht ein mit Diesel betriebenes Auto im Durchschnitt zwischen 15 % und 20 % weniger Kraftstoff als ein Benzinfahrzeug.

Zusätzlich stößt ein Dieselmotor bis zu 20 % weniger CO2 aus als ein Benzinmotor. Allerdings verursacht er mehr Stickoxide und Kohlenstoffpartikel als ein Benziner.

Da die Motoren von Diesel schwerer sind als Benziner, verschleißen Reifen und Bremsbeläge bei diesem Fahrzeugtyp schneller. Zusätzlich sind die meisten Dieselmotoren derzeit mit Turboladern ausgestattet (TDi, DCi, HDi). Dieses Bauteil ist relativ empfindlich und anfälliger für Brüche und Verschmutzungen, was schnell zu einer hohen Rechnung führen kann.

Der Dieselmotor dreht sich langsamer als der Benzinmotor und ermüdet daher weniger schnell. Dafür sind die Inspektionen häufiger und teurer. Seit einigen Jahren sind sich die Hersteller der Grenzen des Diesels bewusst. Sie haben daher ihre Anstrengungen auf neue Technologien konzentriert, die den Verbrauch von Benzinmotoren senken.

Der 1-Liter-Motor verschiedener Hersteller ist ein Beispiel für diese neue Technik. Jedoch verbrauchen diese neuen Motoren immer noch mehr, wenn der Fahrer nicht einen flüssigen Fahrstil an den Tag legt.

Der Diesel eignet sich daher besonders für Vielfahrer, d. h. für Personen, die mehr als 20.000 km/Jahr fahren und sich der Kauf daher schnell bezahlt machen wird. So wird ein Immobilienmakler, der viel unterwegs ist, die vielen Vorteile des Kaufs eines Dieselfahrzeugs zu schätzen wissen.

Fahrzeuge mit Elektroantrieb

Das Elektroauto wird mithilfe einer Batterie betrieben, die vollständig mit Strom aufgeladen werden kann. Das bedeutet, dass keine fossilen Brennstoffe verwendet werden und somit kein CO2 in die Atmosphäre abgegeben wird. Obwohl viele Menschen dem Fahren eines Autos, das nur mit Strom betrieben wird, noch skeptisch gegenüberstehen, bietet ein Elektroauto viele Vorteile.

Mit diesen Fahrzeugen kann man die meisten Mobilitätsanforderungen abdecken. Viele Autos namhafter Hersteller können beispielsweise 200 km mehr fahren. Mittlerweile kommt zudem das autonome Fahren immer wieder ins Gespräch.

Der Motor, der diese Autos antreibt, ermöglicht eine hohe Effizienz: Er beschleunigt von 0 auf 100 km/h in weniger als 4 Sekunden. Das bedeutet, dass der Start immer sehr zügig erfolgt und der Motor nie abgewürgt werden kann, da es keine Kupplung gibt. Hinzu kommt, dass Elektroautos ein viel ruhigeres und angenehmeres Fahren ermöglichen.

Allerdings muss man erwähnen, dass eine Nutzung des Radios, der Klimaanlage oder der Heizung die Reichweite einschränkt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Elektroautos umweltfreundlich sind: An vielen Orten, sogar beim Einkaufen um die Ecke kann man sein Auto kostenlos mit Strom versorgen. Tatsächlich sprechen die Ergebnisse nach einem Preisvergleich für die Fahrt über eine Strecke von 100 km eine deutliche Sprache:

  • Für ein Elektrofahrzeug: 4,65 € / 100 km
  • Für ein mit Diesel betriebenes Fahrzeug: 5,19 € / 100 km
  • Für ein benzinbetriebenes Auto: 7,31 / 100 km

So zeigt sich, dass Elektroautos sehr wirtschaftlich sein können: Sie scheinen das beste Fortbewegungsmittel für Personen zu sein, die hauptsächlich in der Stadt fahren. Darüber hinaus sind die Wartungskosten für Elektroautos im Vergleich zu anderen Fahrzeugen sehr gering, da z. B. kein Ölwechsel nötig ist. Sie sind ideal für kurze Fahrten in der Stadt.

Da diese Motoren kaum Geräusche verursachen, sollten Fahrer intensiver auf ihre Umgebung und Fußgänger beziehungsweise Fahrradfahrer achten.

Stromer sind jedoch nicht für jeden geeignet: Trotz ihrer vielen positiven Eigenschaften gibt es einige Nachteile, die ihre Entwicklung bremsen.

Ihr erster Nachteil ist der hohe Anschaffungspreis. Trotz der Einführung der Umweltprämie und eines Bonus ist ein Elektrofahrzeug immer noch teurer als ein normales Fahrzeug. Ein kleiner Stadtwagen mit Elektromotor kostet im Durchschnitt 25.000 – 30.000 €. Dieser Preis erklärt sich aus den Kosten für die Herstellung und den Teilen, aus denen das Fahrzeug besteht.

Außerdem beträgt die Lebensdauer einer Batterie durchschnittlich 7 – 10 Jahre, sodass dieses teure Bauteil nach kurzer Zeit ausgetauscht werden muss. Des Weiteren stehen Automobilkonzerne in der Kritik, was die mangelhafte Entsorgung und das Recycling der Batterie anbelangt.

Hinzu kommt die Lösung des Batterieaustauschs: In der Tat arbeiten immer mehr Autohersteller an diesem Konzept. Der Plan wäre, eine Infrastruktur aufzubauen, in der man seine leere Batterie gegen eine volle tauschen kann. Dies setzt jedoch voraus, dass sich alle Hersteller von Elektroautos auf einen einheitlichen Batterietyp einigen, um den Austausch erleichtern zu können. Dies ist jedoch noch lange nicht der Fall.

Ein weiterer Hauptkritikpunkt an Elektroautos ist ihre Reichweite. Denn auch wenn diese Art von Pkw ideal für kurze Strecken ist, dauert es durchschnittlich 8 Stunden, bis die Batterie wieder zu 100 % aufgeladen ist.

Es gibt jedoch zahlreiche Lösungen, die sich überall im Land finden. Nach und nach entstehen Schnellladestationen, die in 15 bis 30 Minuten bis zu 80 % der Batteriekapazität wiederherstellen können. Diese Entwicklung geht jedoch nur sehr langsam voran, da die Ladestationen noch nicht europaweit genormt sind.

Fahrzeuge mit Hybridantrieb

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland fast 530.000 Hybridautos zugelassen, was einem Anstieg von mehr als 50 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Anstieg der Verkaufszahlen verdeutlicht eine gewisse Begeisterung der Privatpersonen für diesen Fahrzeugtyp.

Ein Hybridfahrzeug besteht aus zwei Motoren: einem Verbrennungsmotor, der Benzin verbraucht, und einem Elektromotor, der mithilfe einer wiederaufladbaren Batterie betrieben wird. Dieser Elektromotor begleitet den Verbrennungsmotor oder arbeitet eigenständig und lädt sich automatisch durch die beim Bremsen freigesetzte Energie auf.

Die Nutzung eines Hybridautos scheint eine gute Lösung zu sein, da sie den Benzinverbrauch um 10 bis 50 % senken kann. Es kommt jedoch darauf an, wie das Auto genutzt wird: Der Verbrauch variiert je nachdem, ob Sie auf der Autobahn, in der Stadt oder auf dem Land unterwegs sind. Die größten Einsparungen werden vor allem bei der Nutzung in der Stadt erzielt.

Ein Hybridfahrzeug scheint eine gute Lösung für all diejenigen zu sein, die mehr als 35.000 km pro Jahr zurücklegen.

Trotz all dieser Vorteile hat das Hybridauto auch Nachteile, die unbedingt erwähnt werden sollten.

Zunächst einmal ist der Anschaffungspreis für ein solches Auto im Vergleich zu einem normalen Auto sehr hoch. Für einen Hybrid-Stadtflitzer müssen Sie im Durchschnitt mit 20.000 € rechnen. Dieser Preis ist nicht zu vernachlässigen, zumal die spätere Wartung des Fahrzeugs viele Ausgaben mit sich bringt.

Viele Marken, die Hybridsysteme anbieten, berücksichtigen jedoch die Tatsache, dass eine Batterie eine begrenzte Lebensdauer hat und ersetzen sie innerhalb der Gültigkeitsdauer der allgemeinen Fahrzeuggarantie.

Welche Autos fahren nun Immobilienmakler?

Da all diese Fahrzeuge ihre eigenen Vor- beziehungsweise Nachteile haben, kommt es nicht nur auf die persönlichen Vorlieben des Immobilienmaklers an, sondern auch auf das zu betreuende Gebiet.
Arbeitet ein Makler vorwiegend in der Stadt, bietet sich ein Elektroauto an. Ist es ein Mix zwischen Stadt und Land, kann ein Hybridfahrzeug die perfekte Wahl sein. Müssen jedoch viele Kilometer zurückgelegt werden, wird wahrscheinlich der Verbrennungsmotor bevorzugt.

Foto: pixabay.com

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