Fiat Chrysler Automobiles auf der Milano AutoClassica 2015

Milano AutoClassica

Vom 20. bis 22. März 2015 findet bereits zum vierten Mal die Milano AutoClassica statt. Das Messegelände in Mailand wird damit wieder zum Mittelpunkt der Welt für alle Liebhaber italienischer Oldtimer. Fiat Chrysler Automobiles beteiligt sich gleich mit fünf seiner Marken an der Klassikermesse, die dieses Jahr neben publikumswirksamen Neuheiten auch mit einem Freigelände für Testfahrten und einem Teilemarkt für private Händler aufwarten kann.

Alfa Romeo Giulietta Sprint – Vom klassischen Sprint bis zum sportlichen Nachfolger

Eindrucksvoll schlägt dabei Alfa Romeo gleich mit zwei Giulietta Sprint Modellen die Brücke zwischen gestern und heute. Das historische Exemplar stammt aus dem Jahr 1964 und kommt aus dem Werksmuseum von Alfa Romeo. Der 2014 präsentierte Nachfolger steht für die besonders sportliche Seite der aktuellen Baureihe. Drittes Ausstellungsfahrzeug ist der Rennwagen Tipo 33TT12, mit dem Alfa Romeo 1975 die Marken-Weltmeisterschaft gewann.

MAlfa-Romeoit dem Giulietta Modell läutete man bei Alfa Romeo damals eine neue Ära ein, die den Wandel der italienischen Traditionsmarke – vom Produzenten    exklusiver und handgefertigter Luxussportwagen zum Großserienhersteller – symbolisiert. Mit dem Sprint Coupé 1954 von Bertone-Designer Franco Scaglione, stellte man damals die erste Variante der Öffentlichkeit vor, der kurze Zeit später die Limousine und Cabriolet folgten.

Mit 1.300 Kubikzentimeter Hubraum ist der Motor der Giulietta zwar das bis dahin kleinste Serientriebwerk in der Alfa Romeo Historie, dennoch verkörpert er Rennsport-Technologie in Reinkultur. Motorblock, Zylinderkopf und sogar die Gehäuse für das Vierganggetriebe und das Hinterachsdifferenzial sind aus Aluminium gefertigt. Die Ventilsteuerung übernehmen zwei obenliegende Nockenwellen und die Brennräume haben hemisphärische Form. Daraus resultieren als Ergebnis lebhafte 48 kW (65 PS).
Rennsporttechnik findet sich aber auch beim Fahrwerk: Die Vorderachse wird von doppelten Dreiecksquerlenkern, Federbeinen und einem Stabilisator geführt. An der starren Hinterachse kommen Längslenker und ein zentrales Reaktionsdreieck zum Einsatz.

1956 legt Alfa Romeo bei der Motorleistung der Giulietta mit dem Namenszusatz Veloce dann nach. Die 59 kW (80 PS) sind für 170 km/h Höchstgeschwindigkeit gut, was zur damaligen Zeit durchaus einen Spitzenwert darstellt. Entsprechend begeistert sind die Motorsport-Fans bei dem Sieg eines Alfa Romeo Giulietta Sprint Veloce bei der Mille Miglia 1956. Das Modell gewann damals nämlich nicht nur in seiner Hubraumklasse, sondern errang auch vor deutlich leistungsstärkeren Konkurrenten den elften Platz in der Gesamtwertung.

Das auf der diesjährigen Milano AutoClassica gezeigte Exemplar stammt aus der zweiten Serie, die ab 1958 mit Schalthebel auf der Mittelkonsole, Getriebe mit Porsche-Synchronisierung, 59 kW (80 PS) Leistung sowie leicht modifizierter Front bis 1965 rund 35.000 Mal gebaut wurde.

Alfa Romeo Tipo 33TT12 (1975)

Die Motorsportsaison 1975 war mit dem Titelgewinn der Marken-Weltmeisterschaft und dem Sieg beim legendären Straßenrennen Targa Florio auf Sizilien ein ganz besonderes Jahr für Alfa Romeo.

Alfa Romeo Tipo 33TT12 (1975)Der vom offiziellen Einsatzteam Autodelta entwickelte Tipo 33TT12 hat einen Stahl-Gitterrohrrahmen (ital. Telaio Tubolare) als tragende Struktur, woher auch das TT in der Modellbezeichnung herkommt.
Die Zahl 12 ist dagegen ein Hinweis auf den von Carlo Chiti konstruierten Motor: Ein im Heck und in Boxer-Konfiguration ausgelegter Dreiliter-Zwölfzylinder, mit vier Ventilen pro Zylinder, einer Lucas-Benzineinspritzung und Dinoplex-Zündung von Marelli, die für mehr als 368 kW (500 PS) sorgen.

Am Lenkrad des Tipo 33TT12 saßen, unter anderem mit den späteren Formel-1-Weltmeistern Mario Andretti und Jody Scheckter, Le-Mans-Sieger Jacky Ickx sowie den Formel-1-Fahrern Jochen Mass, Rolf Stommelen, Arturo Merzario, Vittorio Brambilla, Henri Pescarolo, Derek Bell und Jacques Laffite, die größten Piloten der Zeit.

Alfa Romeo Giulietta Sprint (2014)

Ziemlich genau 60 Jahre nach der Weltpremiere des historischen Alfa Romeo Giulietta Sprint kehrte der berühmte Name zurück in die Modellpalette des Fiat Automobilkonzerns:
Seit 2014 erweitert der aktuelle Alfa Romeo Giulietta Sprint das Angebot rund um die sportliche Kompaktlimousine um eine besonders reichhaltig ausgestattete Variante. Neben den exklusiven 17-Zoll-Leichtmetallfelgen im Design „Sprint“ (auf Wunsch auch im 18-Zoll-Format) fallen besonders die dunkel hinterlegten Scheinwerfer sowie die in glänzendem „Dark Chrome“ gehaltenen Einfassungen der Nebelscheinwerfer, Querstreben des Kühlergrills, Türgriffe und Abdeckkappen der Außenspiegel sowie die dunklen Fensterrahmen und getönten Heck- und hinteren Seitenscheiben auf.
Zur erweiterten Ausstattung gehören außerdem Seitenschweller, die als Diffusor gestaltete Heckschürze und die Auspuffanlage mit größeren Endrohren mit 92 Millimetern Durchmesser. Ein Zierelement mit dem klassischen Schriftzug „Sprint“ auf den vorderen Kotflügeln rundet das Exterieur des Modells ab.

Innen bietet die Alfa Romeo Giulietta Sprint ein exklusives Ambiente. Die Sitzbezüge sind in einer Kombination aus Stoff und Alcantara ausgeführt, die Rückenpolster von Fahrer- und Beifahrersitz sind mit Alfa Romeo Logo verziert, und in die Kopfstützen ist der Schriftzug „Sprint“ eingestickt. Der Rahmen der Armaturentafel und die Türverkleidungen weisen Kohlefaser-Optik auf, die Oberfläche der Armaturentafel ist in mattschwarz gehalten.
Zur zusätzlichen Serienausstattung gehören außerdem das Sport-Lederlenkrad mit roten Kontrastnähten, der schwarze Dachhimmel und die Fußmatten.

Seit Februar 2015 ist der Alfa Romeo Giulietta Sprint mit zwei stärkeren Motoren und dem Doppelkupplungsgetriebe TCT verfügbar. Ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit MultiAir-Ventilsteuerung und 125 kW (170 PS) sowie ein 2,0-Liter-Turbodiesel mit 129 kW (175 PS) ergänzen die beiden bislang erhältlichen Versionen beider Triebwerke mit jeweils 110 kW (150 PS).

Fiat 500: Vom 58er Nuova zum Vintage (2015) und Abarth 595 SS

1957 präsentierte Fiat mit dem Nuova 500 ein Auto, dass eine ganze Generation mobilisierte und nicht nur bei Oltimer-Fans Kultstatus erlangte. Das wichtigste Turiner Modell aller Zeiten löste den allgemein als „Topolino“ bekannten Vorgänger ab und markierte den Aufbruch in ein neues Zeitalter und die Wiedergeburt italienischen Designs. Der von Designer Dante Giacosa verantwortete Fiat 500 wurde häufig zu einem „Familienmitglied“, mit dem man unzählige Erinnerungen verknüpfte. Dank des unverwüstlichen Kleinwagens stieg die Anzahl der Autos in Italien pro 1.000 Einwohner von ganzen sechs im Jahr 1950 auf 330 im Jahr 1980.

Fiat 500Der auf der Milano AutoClassica ausgestellte Fiat 500 wurde im August 1958 gebaut und leistete mit seinem Zweizylinder-Heckmotor (479 Kubikzentimeter) 11 kW (15 PS), die immerhin für 90 km/h ausreichten.
Mit einer Länge von knapp unter drei Metern – inklusive Stoßstangen – und einer Breite von knapp über 130 Zentimetern erwies sich der Fiat 500 als überlegen wendig und richtig für die verwinkelten italienischen Innenstädte.

Konstrukteur Dante Giacosa gelang es mit zahlreichen Details aus Aluminium, Zierelementen und Extras, dem „Nuova Cinquecento“ eines der sympathischsten Gesichter in der Geschichte des Autos zu verleihen, wofür er 1959 den renommierten europäischen Designpreis „Compasso d’Oro“ erhielt.

Fiat 500 Vintage ’57 (2015)

Mit dem Sondermodell Fiat 500 Vintage ’57 der aktuellen Baureihe zollt man nun dem historischen Cinquecento den entsprechenden Tribut.
Mit einer Neu-Interpretation der Stilelemente, wie u.a. der Bicolore-Lackierung mit der Karosserie in Pastellblau und Dach, Spoiler sowie Abdeckkappen der Außenspiegel in Weiß und 16-Zoll-Leichtmetallräder im Vintage-Chromlook, sowie weißem Armaturenbrett, Sitze aus tabakfarbenem Echtleder und weiteren Innenraum Applikationen, inklusive den historische Fiat Logos innen wie außen, erweist sich der Retro-Look als gelungene Hommage an den historischen Fiat 500.

Das Sondermodell Fiat 500 „Vintage ’57“ ist serienmäßig unter anderem mit manueller Klimaanlage, Audioanlage mit MP3-fähigem CD-Spieler und Bluetooth-basierter Freisprechanlage Blue&Me, Berg-Anfahrhilfe, sieben Airbags sowie Nebelscheinwerfern ausgestattet.
Ab Marktstart stehen für den neuen Fiat 500 Vintage ’57 zwei Benziner zur Wahl: 1.2 8V (51 kW/69 PS) und TwinAir mit 63 kW/85 PS.

Abarth 595 SS (1970)

Abarth steht für die Philosophie, sportliche Fahrleistungen für jedermann erschwinglich zu machen. Zwei Beispiele für dieses Erfolgsrezept bringt die Marke mit dem Skorpion im Wappen zur Milano AutoClassica: einen Abarth 595 SS aus dem Jahr 1970 und einen aktuellen Abarth 500 Competizione, dessen 1,4-Liter-Turbomotor 132 kW (180 PS) leistet.

Abarth 595 SS (1970)Der Fiat 500 ist in den 1960er Jahren eines der beliebtesten Basisautos für Umbauten im Stil von Carlo Abarth. 1963 stellt er das Modell 595 mit auf 594 Kubikzentimeter vergrößertem Hubraum vor. Mit klassischen Tuningmaßnahmen steigt die Leistung des Zweizylindermotors auf 20 kW (27 PS): Solex-Doppelvergaser, polierte Ansaug- und Auspuffkrümmer, Sportnockenwelle, spezielle Kolben für erhöhte Verdichtung, Sportluftfilter und Ölwanne aus Aluminium.

1964 legte Abarth noch einmal nach:. Aus dem 595 wird der 595 SS. Die beiden Buchstaben SS (ital. „esse esse“ gesprochen) stehen für Super Sport. Tatsächlich sorgen ein noch größerer Vergaser (Solex 34) und der Ansaugkrümmer aus Aluminium für weitere 5 PS Leistungszuwachs. Mit nun 24 kW (32 PS) erreicht der Abarth 595 SS eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Abarth fertigt zwei Varianten des 595 SS, bis 1965 auf Basis des Fiat 500D, bis 1971 dient der Fiat 500F als Ausgangsmodell.

Der auf der Milano AutoClassica ausgestellte Abarth 595 SS wurde im Dezember 1970 gebaut. Neben der gesteigerten Motorleistung unterscheidet er sich vom Serienpendant auch durch die erweiterte Instrumentierung. Abarth griff auf die Marke Jaeger für Tacho, Drehzahlmesser, Benzinuhr und Öltemperaturanzeige zurück.

Abarth 595 Competizione (2015)

Als Neuzugang in der Modellpalette wurde der Abarth 595 Competizione auf dem gerade beendeten Genfer Auto-Salon präsentiert. Sein Turbomotor ist wahlweise in Kombination mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe oder einem sequenziell geschalteten Halbautomatikgetriebe erhältlich.
Das 132 kW (180 PS) starke Triebwerk 1.4 T-Jet ist das Ergebnis der von den Abarth in verschiedenen Rennserien gesammelten Erfahrungen – von der Formel 4 bis zur europaweit ausgetragenen Trofeo Abarth.

Der 1,4-Liter-Vierzylinder ist mit einem neuen Garrett-Turbolader ausgestattet, der das sogenannte Turboloch – das verzögerte Ansprechen beim Beschleunigen – auf ein Minimum reduziert.
Mit geändertem Verdichtungsverhältnis und Abarth Sportauspuffanlage „Record Monza“ beträgt die spezifische Leistung beeindruckende 132 PS pro Liter Hubraum.

Auch Dank der „Abarth Corsa by Sabelt“-Schalensitze ist der neue Abarth 595 Competizione das ideale Auto für alle, die Adrenalin im Blut haben und den Rennsport lieben. Dem Beschleunigungsvermögen von nur 6,7 Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h steht eine Bremsanlage von Brembo gegenüber, die an der Vorderachse pro Rad mit vier Kolben in Aluminium-Sätteln zupackt.

Jeep Klassiker und Neuheiten: Jeep Willy, Wrangler und Renegade

Auch die Marke Jeep verbindet Vergangenheit mit Gegenwart. Den Messestand teilen sich ein Willys MB – dessen zivile Variante CJ-2A als Vorläufer aller 4×4-Straßenfahrzeuge gilt – sowie die aktuellen Versionen von Jeep Renegade und Jeep Wrangler.

Willys MB (1944)

Für den Ursprung des Namens Jeep gibt es mehrere Theorien. Eine sieht den Begriff „General Purpose“, abgekürzt GP und umgangssprachlich zu Jeep gewandelt als Wurzel. Jedenfalls bezeichnet „vielseitige Verwendung“ genau den Kern des Entwicklungsauftrags, den das US-amerikanische Militär zu Beginn des Zweiten Weltkriegs erteilt. Die Firma Willys-Overland gewinnt den Auftrag, als Willys MB – formell Willys Jeep MB Truck, 1/4 Tonne, 4×4 – geht das erste in Großserie gefertigte Allradfahrzeug der Geschichte in Produktion.

Willy JeepNach Kriegsende entwickelt Willys-Overland daraus die zivile Variante CJ-2A. Der „Civilian Jeep“ gilt heute als Urvater aller Straßenfahrzeuge mit Vierradantrieb. Das Konzept wird 1946 mit dem Jeep Station Wagon weiter entwickelt, dem ersten Kombi mit 4×4-Antrieb und Vorläufer moderner SUV (Sports Utility Vehicle). 1963 legt der Jeep Wagoneer den Grundstein für das Segment der Premium-SUV.

Jeep Renegade (2014)

Dem Willys MB zur Seite steht das neueste Mitglied der Familie. Der Jeep Renegade ist das erste Modell der Marke im großen Segment der kleineren SUV und der erste Jeep, der in Italien gebaut und in über 100 Länder verkauft wird, inklusive der Vereinigten Staaten.

Der Jeep Renegade wird im von Grund auf erneuerten Werk SATA Melfi in vier Versionen (Sport, Longitude, Limited und Trailhawk) gebaut. Seine Abmessungen, seine kraftvolle und stylische Persönlichkeit sind ideal sowohl für die Stadt als auch für Fahrten im Gelände, wo er in seiner Klasse die Maßstäbe setzt. Für dynamische Eigenschaften sowie hohe Kraftstoff-Effizienz sorgen Neungang-Automatikgetriebe, zwei verschiedene Vierradantriebssysteme und Traktionssystem.
Dank der umfangreichen Sicherheitseinrichtungen und -funktionen erhielt der neue Jeep Renegade die begehrte Fünf-Sterne-Wertung im Crashtest nach EuroNCAP mit einer Bewertung von 80 von 100 Punkten.

Jeep Wrangler X Edition (2015)

Jeep Wrangler X EditionDer neue Jeep Wrangler X Edition basiert auf dem Jeep Wrangler Sahara. Das Sondermodell erweitert die bisherigen individuellen Edition-Modelle, die Bestandteil der DNA des ikonischen Jeep Wrangler sind.
Allein während der vergangenen vier Jahre freuten sich Wrangler-Kunden über acht Sondermodelle: „70th Anniversary Edition“ (2011), Arctic (2012), Mountain (2012), Black Edition (2012), Moab (2013), „Rubicon 10th Anniversary Edition“ (2013), Polar (2014) und den Rubicon X (2014).

Die meisten Special Editions feierten entweder ein wichtiges Jubiläum in der Geschichte von Jeep oder waren von Gegenden inspiriert, die nur schwer zu erreichen sind und in denen ein Jeep Wrangler seine unvergleichlichen 4×4-Fähigkeiten bestens beweisen kann.

Lancia feiert den 30. Geburtstag des Lancia Ypsilon

Mit dem neuen Sondermodell Lancia Ypsilon „30th Anniversary“ feiert Lancia den 30. Geburtstag des kompakten Premiummodells. Sein Design ist inspiriert vom Lancia Ardea, der 1939 Premiere feierte und in einem schwierigen Umfeld präsentiert wurde:

Lancia ArdeaDer Zweite Weltkrieg deutet sich bereits an, Firmengründer Vincenzo Lancia ist zwei Jahre zuvor gestorben. Seine Witwe Adele gibt dennoch den Startschuss für das dringend benötigte kleinere Modell, das wie eine auf 90 Prozent verkleinerte Kopie des von Publikum und Kritikern gelobten Lancia Aprilia wirkt. Der Lancia Ardea wird bis 1953 in insgesamt vier Serien produziert. Der Modellname bezieht sich – ähnlich wie Aprilia – auf eine kleine Stadt südlich von Rom.
Der Motor des Lancia Ardea ist mit einem Hubraum von nur 903 Kubikzentimeter das bis dahin kleinste Triebwerk der Marke, außerdem der weltweit kleinste Vierzylinder mit V-förmiger Anordnung der Zylinder. Er leistet 22 kW (30 PS) und ermöglicht der aerodynamisch ausgefeilten Limousine eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.

Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet der Lancia Ardea den Passagieren den für die Marke typischen Komfort. Die in Grau oder Haselnuss gehaltene Innenausstattung ist auf Wunsch in Leder erhältlich. Die Instrumentierung umfasst einen Tacho inklusive Gesamt- und Tageskilometerzähler, Benzinuhr, Öldruckanzeige sowie eine mechanische Uhr mit acht Tagen Gangreserve. Auch der zwecks Reduzierung von Gerüchen verschließbare Aschenbecher und die Jalousie für die Heckscheibe sind außergewöhnliche Details.

Der auf der Milano AutoClassica ausgestellte Lancia Ardea wurde 1940 produziert und ist eines der letzten Überlebenden der ersten Serie. Zu erkennen ist sie an der vom Dach bis zum Nummernschild laufenden Kante im Blech, die zum einen die Heckscheibe teilt, zum anderen der Karosserie in diesem Bereich zusätzliche Steifheit verleiht. Der Kofferraum ist von außen deswegen nur über eine kleine Klappe zugänglich, praktischer ist die Beladung von innen über die umklappbare Rückbank.

Lancia Ypsilon „30th Anniversary“ (2015)

Lancia YpsilonDas Sondermodell Lancia Ypsilon „30th Anniversary“ feiert den 30. Geburtstag der Baureihe, von der in vier Generationen europaweit bis heute mehr als 2,7 Millionen Stück verkauft wurden. Kennzeichen sind die veredelte Karosserie im exklusiv für das Sondermodell entwickelten Farbton Ultramarin Blau und schwarz lackierte 15-Zoll-Leichtmetallräder im Diamant-Effekt-Design. Auf Wunsch ist die Heckklappe in Schwarz erhältlich – eine Reminiszenz an den im Jahr 1985 präsentierten Lancia Y10.

Der Lancia Ypsilon „30th Anniversary“ bietet darüber hinaus serienmäßig unter anderem eine manuelle Klimaanlage sowie eine Audioanlage mit MP3-fähigem CD-PLayer und Blue&Me-Technologie. Die Sitze sind mit hochwertigen Castiglio-Stoffen in Schwarz oder Beige bezogen und unterstreichen die Exklusivität des Sondermodells.

Testfahrten auf dem Außengelände

Auf dem Außengelände der Messe haben Besucher die Möglichkeit, einige Fahrzeuge aus dem breit gefächerten Angebot von Fiat Chrysler Automobiles Probe zu fahren. Zur Verfügung stehen das faszinierende Sportcoupé Alfa Romeo 4C, der neue Crossover Fiat 500X, der Abarth 695 Biposto – ein Rennwagen mit Straßenzulassung – und der neue Jeep Renegade.

In der „Classic Circuit Arena“, einem Kurs auf dem Außengelände der Mailänder Messe, haben Besucher die Gelegenheit, verschiedene Fahrzeuge Probe zu fahren. Ein unvergleichliches Erlebnis verspricht beispielsweise der Alfa Romeo 4C. Der kompakte Supersportwagen steht als moderne Marken-Ikone für die Werte Leistungsfähigkeit und innovative Technologie. Hohe Motorleistung, Mittelmotor-Layout, geringes Gewicht von nur 895 Kilogramm und der neue Modus „Race“ der Fahrdynamikregelung Alfa Romeo D.N.A. sorgen für Fahrleistungen, die in vollem Umfang nur auf der Rennstrecke umgesetzt werden können. Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 ist in 4,5 Sekunden erledigt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 258 km/h. Bei einer Vollbremsung wirken Verzögerungskräfte von 1,25 g auf Fahrer und Beifahrer, in Kur­ven erreicht die Querbeschleunigung bis zu 1,1 g.

Noch beeindruckender ist das Leistungsgewicht, also das Verhältnis aus Motorkraft und Gewicht. Dank Fahrgastzelle (Monocoque) aus Kohlefaser, weitgehender Verwendung von Aluminium für Rahmen und Fahrwerk sowie spezieller Kunststoffe für die Karosserie bringt das italienische Coupé nur 895 Kilogramm auf die Waage. Jedes PS muss weniger als vier Kilogramm bewegen – ein Spitzenwert selbst in der Liga der Supersportwagen. Auch die Länge von nur knapp vier Meter, der Radstand von unter 2,40 Meter und die Gewichtsverteilung von nahezu 40:60 zwischen Vorder- und Hinterachse zeugen von der Kompaktheit und Agilität des Alfa Romeo 4C.

Adrenalin pur verkörpert auch der Abarth 695 Biposto, das leistungsfähigste Serienfahrzeug in der Historie der Marke. Der Zweisitzer – italienisch „biposto“ – ist die perfekte Fusion der Leistung und des Fahrgefühls eines Rennautos mit den Gesetzen der Zulassungsbehörden.
Mit einem Gewicht von gerade einmal 997 Kg und dem 1.4 T-Jet-Motor, der stolze 140 kW (190 PS) leistet, ist der Abarth 695 biposto das Auto mit der besten spezifischen Leistung in seinem Segment: 139 PS pro Liter Hubraum. Jedes PS muss außerdem nur 5,2 Kilogramm bewältigen. Eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 5,9 Sekunden ist das Resultat.

Abgerundet wird das Testfahrt-Angebot von Fiat Chrysler Automobiles für Besucher der Milano AutoClassica durch zwei Neuheiten mit Vierradantrieb, den Crossover Fiat 500X und den von den Lesern des italienischen Fachmagazins Quattroruote zum „Auto des Jahres 2015″ gewählten Jeep Renegade.

Weitere Informationen unter: www.fiat.com

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