Toyota bringt mit dem Mirai den Brennstoffzellenantrieb in Serie

Bild des Toyota Mirai

Toyota bringt mit der viertürige Limousine Mirai im Herbst diesen Jahres das erste in Serie produzierte Brennstoffzellenfahrzeug auf den europäischen Markt. In Japan ist der Toyota Mirai bereits seit Dezember 2014 erhältlich und erfreut sich seitdem Marktstart einer wachsenden Beliebtheit, dessen enormes Ausmaß der japanische Autobauer selbst nicht erwartet hatte. Entsprechend kündigte man bereits nach kurzer Zeit an, dass man die geplante Jahresproduktion von 700 Einheiten auf 3.000 Fahrzeuge im Jahr 2017 erhöhen werde.

Toyota Mirai als Pionier umweltverträglicher Wasserstoffmobilität

Über die Arbeit von Toyota an alternativen Antriebstechnologien berichteten gestern auch die Experten des japanischen Automobilherstellers im Rahmen eines Technik-Seminars in München.

Toyota-Mirai-Brennstoffenzellenmotor-2015So komme dem Toyota Mirai durchaus eine Pionierrolle im Bereich der umweltverträglichen Wasserstoffmobilität zu. Zugleich räume man im Hause Toyota dem Brennstoffzellen-Fahrzeug auch im Vergleich zu batterieelektrischen Fahrzeugen weitaus bessere Zukunftschancen ein. Wofür neben rein praktikablen Gründen, wie der größeren Reichweite pro Tankfüllung bzw. Batterieladung, auch die kürzeren Tank- bzw. Aufladezeit spreche. Nicht zuletzt seien aber auch die Kostengründe zu nennen, denn allein die erforderliche Reichweitenvergrößerung von batterieelektrischen Autos, lasse auch deren Kosten in einem erheblichen Maße steigen.

Auf die Erfolge der Toyota und Lexus Hybridfahrzeuge aufbauen

Die Entwicklung des Brennstoffzellenantriebs des Toyota Mirai steht dabei in direkter Verbindung mit den bereits verfügbaren und erprobten Antriebssystemen aus den weltweit erfolgreichen Toyota und Lexus Hybridfahrzeuge. Denn im Grunde, so heißt es bei Toyota weiter, handelt es sich auch beim Mirai um ein Hybridfahrzeug, bei dem Verbrennungsmotor und Benzintank durch Brennstoffzelle und Wasserstofftank ersetzt wurden.

Toyota-Mirai-Roentgenbild-2015In diesem Zusammenhang erinnerte man seitens Toyota auch an den Prius und die lange Zeit, die man als Hersteller für eine erfolgreiche Einführung und vor allem auch Etablierung neuer automobiler Technologien benötigt.
Rückblickend verkaufte man auch beim Marktstart des 1997 eingeführten Toyota Prius nur geringe Stückzahlen, während man heutzutage weltweit mehr als eine Million Hybridfahrzeuge im Jahr absetzt und bei einigen Modellreihen bereits einen Hybridanteil von bis zu 50 Prozent verzeichnen kann.

Herausforderung: Ein Netz von Wasserstoff-Tankstellen

Bei der Etablierung des Brennstoffzellenantriebs sei jedoch immer noch der Auf- und Ausbau eines Netz mit Wasserstoff-Tankstellen die größte Herausforderung. Daher informierte auf dem Toyota Technik-Seminar auch Jessica Becker, Sprecherin der „Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ über die aktuellen Pläne aus Wissenschaft, Industrie und Politik.
Dass Wasserstoff in einem umweltfreundlichen Energiekonzept der Zukunft nicht nur als Energieträger für Mobilität eine wichtige Rolle spielt, sondern auch als Speichermedium für Strom aus erneuerbaren Energien, erläuterte zudem Werner Diwald von Performing Energy, dem „Bündnis für Windwasserstoff“, in dem sich zahlreiche namhafte Unternehmen, Verbände und Institute engagieren.

Weitere Informationen zu Toyota und dem Mirai unter: www.toyota.de

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